Digitale Geschäftsprozesse und -modelle verändern die Arbeitswelt

Digitale Geschäftsprozesse und -modelle

OPPORTUNITY Fakten für Entscheider und Experten

Wie sehen Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle im Industrie 4.0 Zeitalter konkret aus? Welche Auswirkungen haben diese auf die Arbeitswelt und die Aus- und Weiterbildung? Und wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter in den notwendigen Veränderungsprozess einbinden und „mit auf den Weg nehmen“? Antworten auf diese Fragen gibt die siebte Ausgabe unserer Reihe OPPORTUNITY, die zudem in einem neuen, frischen Layout erscheint. Unter dem Titel „Digitale Geschäftsprozesse und -modelle verändern die Arbeitswelt“ erfahren Entscheider, mit welchen Veränderungen zu rechnen ist und wie sich Unternehmen darauf vorbereiten sollten, um auch zukünftig erfolgreich zu sein. Die Ausführungen basieren zum einen auf Erfahrungen aus Beratungsprojekten und zum anderen auf den Ergebnissen führender Forschungsprojekte von acatech.

Management Summary

Im Kontext Industrie 4.0 lauten die Handlungsfelder für Unternehmen: Erhöhung des Automatisierungsgrads und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, bei denen der Kundennutzen im Vordergrund steht. Industrie 4.0 führt zu digitalen Geschäftsmodellen und -prozessen. Daher muss Arbeit  neu  definiert  werden.  Voraussetzung  für  die  Umsetzung  von Industrie  4.0  in  Unternehmen  ist  ein  Wandel  in  Führung  und  Kultur:  Starre  Führungslinien  und  strikte  Trennung  in  einzelne  Abteilungen werden durch vernetztes Denken, Arbeiten und Führen abgelöst.

Die Ängste, die durch Digitalisierung und Industrie 4.0 aufkommen, müssen  ernst  genommen  werden.  Viele  Beschäftigte  sind  in  Standardabläufen geschult worden. Nun heißt es, kreativ zu sein und die Lösung direkt dort zu realisieren, wo ein Problem entsteht. Vor allem „frei  denkende“  Mitarbeiter  sind  gefragt.  Kleine  Teams  mit  flachen Hierarchien schaffen eine Start-up-Mentalität.

In  der  digitalen  Arbeitswelt  werden  Beschäftigte  für  Arbeitgeber transparenter. Eine gute Führungskultur zeichnet sich dann durch Fairness im Umgang mit Fehlern aus, die in der digitalen Welt schneller erkannt  und  individuell  zurechenbar  sein  werden.  Beschäftigte werden autonomer arbeiten können, was Selbstständigkeit und Flexibilität fördert. Virtuelles Arbeiten gewinnt an Bedeutung.

Auch  Aus-  und  Weiterbildung  verändern  sich. Neue  Berufsbilder, die  auf  „Advanced  Systems  Engineering",  „Industrial  Security“  und „Data Analytics“ Kompetenzen aufbauen, müssen etabliert werden. Software-Entwicklung wird zur Grundfähigkeit vieler Arbeitnehmer.

Das  Management  benötigt  einen  Masterplan  für  die  Digitalisierung  und  den  Transformationsprozess,  der  eine  Vision,  das  eigene Selbstverständnis und einen Pfad für die Zukunft beinhaltet. In diese Roadmap  gehören  die  Initiativen,  für  die  es  sich  lohnt,  Piloten  zu  entwickeln  und  damit  einen  Proof  of  Concept  (PoC)  durchzuführen. Wir nennen dies „Innovation Scrum".

UNITY hat ein Vorgehensmodell zur Digitalen Transformation entwickelt, das branchenübergreifend anwendbar ist.

Der Autor

  • Christoph Plass

    Mitglied des Vorstands

    +49 2955 743 434

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    Paderborn

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