Referenz AUDI AG - Anforderungsmanagement für K-PDM
Ausgangssituation und Ziele des Projekts
Im Frühjahr 2007 wurde K-PDM (Produktdaten-Management im Konzern) bei VW und Audi als konzernübergreifendes Veränderungsprogramm der Volkswagen AG gestartet. Ziel des Projekts ist die Einführung neuer Arbeitsprozesse in der Produktentstehung auf Basis eines durchgängigen und konzernweiten Produktdaten-Managements. Zum Ende des auf vier Jahre angelegten Projekts sollen im gesamten Volkswagen-Konzern rund 45 000 Mitarbeiter Zugriff auf einheitliche Datensätze haben. Der Konzern wird dazu eine PLM-Standard-Software nutzen, um die gesamte Fahrzeugentstehung transparenter zu gestalten. Die Anforderung an das Projekt ist es, zu jedem Zeitpunkt verbindliche Informationen über Produktreife, Produktivität und Kosten zu haben.
„Mit der UNITY haben wir gemeinsam ein Vorgehen etabliert , das es uns ermöglicht , Anforderungen im Projekt K-PDM für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar abzustimmen und umzusetzen. Die UNITY leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Planung und Umsetzung von Projektmeilensteinen.“
Dr.-Ing. Hans-Jörg Speck, K-PDM Leiter Projektkonzeption, AUDI AG
Aufgaben der UNITY
Die PLM-Software soll möglichst nahe an der Standardfunktionalität eingesetzt werden. Deshalb sollen die Anforderungen der Anwender zentral aufgenommen und gegen die Standardfunktionalitäten gespiegelt werden. Die UNITY hat gemeinsam mit Audi die Prozesse und Zuständigkeiten des Anforderungsmanagements neu definiert. Auf Basis eines systematischen Ansatzes werden heute die Anforderungen an die Konfiguration des neuen PDM-Systems erhoben, organisiert und dokumentiert. Der verbindliche Prozess regelt transparent die Aktivitäten und Verantwortlichkeiten der Rollen und Gremien des Anforderungsmanagements. Bedarfsgerechte IT-Werkzeuge, Kriterienkataloge und Ergebnisdokumente stellen die anschauliche Verfolgung und Einsteuerung von Anforderungen in die Umsetzung sicher.
Kundennutzen
Der Nutzen des standardisierten Anforderungsmanagementprozesses, der heute operativ durch die UNITY betrieben wird, liegt für Audi in einer methodisch eindeutigen Vorgehensweise. Hierdurch ist es im Projekt möglich, eine angemessene Bedeutung und Plausibilität der gestellten Anforderungen zu erreichen. Die aus den Fachbereichen initiierten Anforderungen können bedarfsgerecht in die Release-Planung von K-PDM einfließen und sind wesentliche Grundlage für stimmige Realisierungsumfänge.
AUDI AG
Die AUDI AG hat im Jahr 2007 insgesamt 964.151 Automobile verkauft und mit Umsatzerlösen von 33 617 Mio. € und einem Ergebnis vor Steuern von 2 915 Mio. € neue Höchstwerte erreicht. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Györ (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Ende 2007 startete die Produktion des Audi A6 in Aurangabad in Indien. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind u.a. Automobili Lamborghini Holding S.p.A. (Sant ’Agata Bolognese / Italien) und die quattro GmbH (Neckarsulm). Audi beschäftigt derzeit weltweit rund 54 000 Mitarbeiter, davon 45 000 in Deutschland. Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, investiert die Marke mit den vier Ringen jedes Jahr mehr als 2 Mrd. €. Bis 2015 will Audi die Anzahl seiner Modelle von derzeit 26 auf 40 deutlich erweitern.

